Fructose-Intoleranz - die fructosearme Ernährung

Fructose-Intoleranz ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit gegen Fruchtzucker, auch Fructose genannt. Wir kennen drei unterschiedliche Bezeichnungen für diese Nahrungsmittel-Unverträglichkeit gegen Fruchtzucker, auch Fructose genannt:

- Fructoseintoleranz
- Fructosemalabsorption
- intestinale Fructoseintoleranz

Ursache der intestinalen Fructose-Intoleranz:

Auch hier liegt die Ursache bei einer Störung eines Enzyms, dem GLUT-5. Die Aufgabe dieses Enzyms ist es, die Fruchtzucker Moleküle aus dem Darminneren in den Blutkreislauf zu transportieren. In einigen Fällen ist diese Nahrungsmittelunverträglichkeit erblich bedingt. Wie es allerdings zu der erworbenen Fructosemalabsornation kommt, ist noch völlig unklar. Ca. 30% der Bevölkerung (!) leidet an Fructoseintoleranz mit sehr unterschiedlicher Ausprägung.

Die Symptome:

Die Symptome, die bei einer Fructose-Intolernaz auftreten, sind mit denen der Laktose-Intoleranz vergleichbar:
- Blähungen
- Übelkeit
- Völlegefühl nach dem Essen
- Bauchkrämpfe
- Sodbrennen
- Häufiger Harn- und Stuhlgang

Außerdem werden

- Entzündliche Hautreaktionen
- Haarausfall
- Depressionen
- Reizbarkeit

meist in Verbindung mit einem Mangel an Zink und Folsäure beobachtet.

Diagnose:

Auch hier erkennen wir Ähnlichkeiten mit der Laktose-Intoleranz. Die am meisten angewandte Methode zu einer gesicherten Diagnose, ist der Atemtest. Ähnlich wie beim Alkoholtest stößt man möglichst die komplette Atemluft in das Gerät, welches so die Wasserstoffkonzentration in der Atemluft misst. Zunächst wird dieser Test nüchtern ausgeführt, dann wiederholt in regelmäßigen Abständen unter Gabe eines gelösten Fruchtzuckers.

Therapie:

Am Anfang einer Therapie ist das Ziel zunächst, die Zufuhr von Fruchtzucker möglichst zu verringern. Der Verzehr von sogenannten Zuckeraustauschstoffen wie Sorbit oder Mannit sollte ebenfalls eingeschränkt werden, denn diese Stoffe blockiern das GLUT -5 Transportsystem und führen zu einer Verstärkung der Fruktosemalsorbtion. Sorbit finden wir auch in natürlicher Form in folgenden Früchten und sollten demnach gemieden werden:

- Aprikosen
- Pfirsische
- Pflaumen

auf diese sollte ebenfalls verzichtet werden. Ein Diätplan sollte von einem speziell ausgebildeten Arzt oder einer professionellen Ernährungsberatung ausgearbeitet und eingehalten werden für den Verlauf von 2-4 Wochen. Sollten sich in diesem Zeitraum die Beschwerden nicht deutlich bessern, sind weitere Untersuchungen nötig um festzustellen, ob eventuell weitere Nahrungsmittelunverträglichkeiten vorliegen, wie z.B. gegen Milchzucker. Die hereditäre Fructoseintolerant tritt wesentlich seltener auf. In dem Fall muss vollständig auf Fruchtzucker verzichtet werden.

Was kann ich essen bei Fructoseintoleranz?

- Kartoffeln
- Getreideprodukte
- Milchprodukte
- gegarte Pilze
- Gurken
- Erbsen
- Blumenkohl
- Spargel
- Spinat
- Brokkoli
- Kürbis
- Sellerie
- Zuchini
- Tomaten
- Möhren

in kleinen Mengen:

Obstsorten...

- Papayas
- Litschis
- Rhabarber

Bei Bei Fructose-Intoleranz kann außerdem uneingeschränkt gegessen werden:

- Fleisch
- Geflügel
- Fisch
- Eier

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